EnBW reduziert in schwierigem Umfeld die Dividende

Der Versorger EnBW Energie Baden-Württemberg (ISIN: DE0005220008) wird für das Jahr 2015 eine Dividende in Höhe von 0,55 Euro je Aktie vorschlagen, wie am Montag mitgeteilt wurde. Auf Basis des derzeitigen Börsenkurses in Höhe von 21,29 Euro entspricht dies einer aktuellen Dividendenrendite von 2,58 Prozent. Die Ausschüttungsquote liegt bei 34,7 Prozent. Im Vorjahr lag die Dividende bei 0,69 Euro. Die nächste Hauptversammlung findet am 10. Mai 2016 in Karlsruhe statt.

Das drittgrößte deutsche Energieunternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2015 mit 20.288 Mitarbeitern einen leicht höheren Umsatz von 21,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 21,0 Milliarden Euro). Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (adjusted EBITDA) sank um 2,7 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro.

Der drastische Verfall der Strompreise machte erneute Wertberichtigungen auf den Kraftwerkspark und eine Erhöhung der Drohverlustrückstellungen auf Strombezugsverträge in einer Höhe von insgesamt rund einer Milliarde Euro notwendig. Trotz dieser Belastungen ergab sich ein auf die Aktionäre der EnBW AG entfallender Konzernüberschuss von rund 125 Millionen Euro nach einem Konzernfehlbetrag von -466 Millionen Euro im Vorjahr, wie EnBW weiter berichtet. Dies war insbesondere bedingt durch die Realisierung von Veräußerungsgewinnen bei Wertpapieren im ersten Halbjahr 2015.

"Basis für die Ausschüttung an unsere Aktionäre ist grundsätzlich der adjusted Konzernüberschuss. Für die Dividendenberechnung 2015 haben wir allerdings die Gewinne aus unserem Wertpapierverkauf nicht berücksichtigt. Für das Geschäftsjahr 2015 schlagen wir der Hauptversammlung deshalb eine Ausschüttung in Höhe von 0,55 Euro je Aktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 34,7 Prozent", so Finanzvorstand Thomas Kusterer.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die EnBW aufgrund eines nochmal deutlich schlechteren Marktumfelds mit einem adjusted EBITDA zwischen -5 und -10 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. EnBW setzt künftig mehr auf Gas und erneuerbare Energien. Das Gasgeschäft soll zukünftig zwischen 15 und 20 Prozent zum Konzernergebnis beitragen.

Redaktion MyDividends.de