Telefónica kürzt die Dividende um Schulden abzubauen

Der spanische Telekomkonzern Telefónica (ISIN: ES0178430E18) will für das laufende Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 0,55 Euro ausschütten. Beim derzeitigen Aktienkurs von 9,09 Euro entspricht dies einer aktuellen Dividendenrendite von 6,05 Prozent. Für das Jahr 2015 hatte das im EuroStoxx 50 gelistete Unternehmen eine Dividende in Höhe von 0,75 Euro bezahlt. Damit wird die Dividende um knapp 27 Prozent gekürzt.

Die Auszahlung der Dividende erfolgt in zwei Tranchen. So sollen im 4. Quartal 2016 0,35 Euro als Aktiendividende ausgeschüttet werden und im 2. Quartal 2017 0,20 Euro als Bardividende. Für das kommende Jahr ist eine Bardividende in Höhe von 0,40 Euro vorgesehen, auszahlbar in ebenfalls zwei Tranchen. Der Schritt erfolgt, um die Schulden zu reduzieren, nachdem der Verkauf der britischen Tochter O2 UK scheiterte. Ende September 2016 lag die Verschuldung von Telefónica bei 49,98 Mrd. Euro.

Im abgelaufenen Quartal erlitt der Konzern einen Umsatzrückgang um 5,9 Prozent auf 13,08 Milliarden Euro, wie am Donnerstag berichtet wurde. Organisch, also bereinigt um Währungseffekte und Folgen von Zu- und Verkäufen sanken die Verkaufserlöse um 0,2 Prozent. Der Kerngewinn (OIBDA) sank um 1 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Organisch ergab sich ein Plus von 3,1 Prozent.

Die im TecDAX-notierte Telefonica Deutschland hatte am Mittwoch den Aktionären für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividendenzahlung von 0,25 Euro je Aktie in Aussicht gestellt. An Telefónica Deutschland hält die spanische Telefónica 63,2 Prozent der Anteile.

Redaktion MyDividends.de